Q & A zum JAZZ SAALFELDEN WEEKENDER

Montag, 06.07.2020

Q & A zum JAZZ SAALFELDEN WEEKENDER

Saalfelden. Jetzt also doch: Vom 20. bis 23. August findet der "Jazz Saalfelden Weekender" mit rund 40 Konzerten statt. Intendant Mario Steidl spricht im Interview über die Unterschiede zum ursprünglich an diesem Datum geplanten "41. Internationalen Jazzfestival Saalfelden". Das war wegen der Corona-Pandemie im April abgesagt worden.

Mario, was ist der größte Unterschied zwischen Weekender und Jazzfestival?

Es wird keine Konzerte auf der Hauptbühne im Congress, dem Herzstück des Festivals, und keine Short Cuts im Nexus geben. Stattdessen gibt es ein musikalisches Happening mit freiem Zugang - für alle, die eine schöne Zeit in Saalfelden verbringen wollen.

 

Aber es bleibt bei dem Konzept, dass es Musik an unterschiedlichen Orten gibt?

Natürlich! Insgesamt gibt es sechs Bühnen plus die Almkonzerte und drei musikalische Wanderungen. So kommen wir von Freitag bis Sonntag auf rund 40 Konzerte - das ist etwa die Hälfte dessen, was wir für das Jazzfestival geplant hatten.

 

Und das alles bei freiem Eintritt?

Fast. Kostenpflichtig sind lediglich das Konzert in der Ranch zur Eröffnung am Donnerstagabend und die Wanderungen, weil sie inklusive Fahrt mit der Bergbahn und Jause sind. Der Vorverkauf dafür startet voraussichtlich am 15. Juli online auf unserer Homepage: www.jazzsaalfelden.com

 

Wie läuft das bei den Konzerten, die kostenlos besucht werden können: Werden dafür ebenfalls Tickets benötigt?

Natürlich! Wegen der derzeit gültigen Covid-19-Bestimmungen müssen wir nachvollziehen können, wer wann bei welchem Konzert war und teilweise auch, wer neben wem gesessen ist.

 

Wie funktioniert das konkret?

Ab ca. 15. Juli sind Anmeldungen unter www.jazzsaalfelden.com möglich. Von Freitag bis Sonntag gibt es jeweils 500 Tagespässe, die für alle Spielstätten gelten - wie schon gesagt mit Ausnahme der Wanderungen. Nach der Anmeldung bekommt man einen QR-Code per Mail zugeschickt, den man sich aufs Smartphone lädt oder ausdruckt. Der ermöglicht den Zugang.

 

Nochmals zurück zum Congress: Warum wird es keine Konzerte auf der Hauptbühne geben?

Das wäre sich nicht ausgegangen, jedenfalls nicht in der Kürze der Zeit. Wegen der derzeit geltenden Einschränkungen hätten wir wohl maximal 300 Zuhörer in den Saal lassen können. Sonst sind es rund 1.300. Und das rechnet sich einfach nicht, dafür sind die Kosten für Technik und Künstler zu hoch. Zudem wäre es wegen der Reisebeschränkungen nicht möglich gewesen, ein Programm mit der gewohnten Internationalität zu gewährleisten.

 

Apropos Künstler: Werden beim Weekender auch Musiker aus Übersee auftreten?

Nein, jedenfalls nicht, wenn wir sie einfliegen lassen müssten. Das wäre zu riskant in diesen Zeiten. Deshalb werden in diesem Jahr nur Musiker aus Österreich, Deutschland, Frankreich, Norwegen und der Schweiz auftreten. Und es wird ein bunt durchmischtes Programm, von Pop bis Jazz.

 

Saalfelden hat seit 2019 eine eigene Festival-App. Wird sie auch in diesem Jahr aktiv sein?

Ja. Und sie wird noch wichtiger. Mit der App wollen wir kurzfristig informieren, wenn es Programm-Änderungen gibt. In welchem Konzert es noch freie Plätze gibt. Oder wenn wir niemanden mehr reinlassen können. Also: Die App sollte sich jede Besucherin, jeder Besucher unbedingt runterladen.

 

Kurze Fragen, kurze Antworten: Gibt es wieder Campingplätze?

Nein, der administrative Aufwand hinsichtlich der Covid-19-Bestimmungen wäre zu groß.

 

Werden die Konzerte gestreamt?

Nein.

 

Ist ein Mund-Nasen-Schutz für die Besucher Pflicht?

Ja, aber nur bei den Indoor-Konzerten oder wenn der 1-Meter-Abstand nicht eingehalten werden kann.

 

Steht der Termin für das Internationale Jazzfestival im nächsten Jahr schon?

Ja, vom 19. bis 22. August 2021.

 

Zum Schluss noch eine Frage zu den Finanzen: Der Eintritt ist zwar frei bei fast allen Konzerten, aber Künstler, Techniker und die gesamte Infrastruktur müssen trotzdem bezahlt werden. Wie wird dies finanziert?

Den Weekender können wir nur auf die Beine stellen, weil wir Zuschüsse von Bund, Land und der Stadt Saalfelden, von Tourismusverband und Landesjugendreferat sowie einigen Sponsoren bekommen. Allerdings haben wir nur ein Drittel des sonstigen Budgets.

 

Die Fragen stellte Detlef Herchenbach