Sonderausstellung: "Schöne Madonnen aus Salzburg"

Gusstein um 1400.

In ganz Europa waren um 1400 liebreizende Darstellungen der jungen Muttergottes äußerst beliebt. Sie zeigen sie in fließende Gewänder gehüllt, gekrönt, das nackte Jesuskind in ihren Armen und in elegant geschwungener Körperhaltung präsentierend – Schöne Madonnen.

Zunächst bevorzugten Bildhauer und Auftraggeber dieser Bildwerke den Pläner Kalkstein als adäquates Material. In anderen Regionen kamen auch andere Werkstoffe zum Einsatz. Dies gilt auch für das Salzburger Land. Aus geriebenem, lokalem Kalkstein wurde eine Steinmaße hergestellt, die sich als idealer Ersatz erwies. In großer Zahl entstanden daraufhin in Salzburg Schöne Madonnen aus Steinguss und Gussstein.

In unserer Ausstellung wird die bedeutende Zahl von rund 30 Hauptwerken des Schönen Stils Salzburger Prägung und Materialität zusammengeführt.

An diesem gemeinsamen Projekt des Bergbau- und Gotikmuseums Leogang und der Nationalgalerie Prag beteiligen sich die Akademie der Wissenschaften der Tschechischen Republik, das Leibniz- Institut GWZO Leipzig, das Bundesdenkmalamt Wien sowie Museen, kirchliche Eigentümer und Privatsammler.
31.Oct.19 - 31.Oct.19
Bergbau- und Gotikmuseum
Veranstaltungsstart
10:00